Immunsystem im Alter stärken

Das Immunsystem altert zusammen mit uns und wird im Laufe des Lebens immer schwächer und anfälliger für Krankheitserreger. Spätestens ab dem 60. Lebensjahr lässt die Leistungsfähigkeit der Immunabwehr deutlich nach. Wie kann das Immunsystem im Alter gestärkt werden?

Mit steigendem Alter baut das Immunsystem ab. Forscher bezeichnen diesen Prozess als Immunseneszenz und meinen damit eine langsame Verschlechterung der Abwehrkräfte bei älteren Menschen. Im Immunsystem finden verschiedene Veränderungen statt, die uns für Krankheitserreger anfälliger machen.

Wie entwickelt sich das Immunsystem nach der Geburt?

Unser Immunsystem ist ein braver Schüler, der sein Leben lang lernt. Den ersten Unterricht bekommt die Abwehr bereits im Mutterleib: Der noch nicht komplett ausgebildete Abwehrmechanismus lernt die Antikörper der Mutter kennen, die das Ungeborene und später den Säugling in den ersten Wochen und Monaten seines Lebens vor Angriffen schützen sollen. Diese Immunstoffe nimmt es über die Plazenta auf. Spätestens ab dem 6. Lebensmonat muss das Immunsystem jedoch in der Lage sein, sich selbst gegen Viren zu verteidigen. Das muss lernen, verschiedene Krankheitserreger abzuwehren und die dazu passenden Abwehrstoffe zu bilden. Dies ist das so genannte angeborene oder unspezifische Immunsystem.

Wie der Mensch wächst das Immunsystem immer weiter: Auf die Phase der Grundausbildung in den ersten Lebensjahren folgt die Spezialisierung: der Aufbau der erworbenen oder spezifischen Immunität. Dabei kommen der Ernährung, Bewegung und anderen Faktoren eine enorme Bedeutung zu. Sie tragen wesentlich dazu bei, dass das Immunsystem im Alter stark und belastbar bleibt.

Immunsystemalterung beginnt oft im Thymus

Das spezifische Immunsystem besteht hauptsächlich aus T-Lymphozyten, die körperfremde Zellen erkennen und angreifen, und B-Lymphozyten, die Antikörper produzieren. Die Vorläufer der T-Zellen bilden sich im Knochenmark und wandern von dort aus in den Thymus. In dem hinter dem Brustbein gelegenen Organ werden die T-Zellen aussortiert, die nicht in der Lage sind, zwischen körperfremden und eigenen Zellen zu unterscheiden.

Thymus ist somit eine Art Fabrik für unsere Immunzellen und stellt neben den Schleimhäuten, der Milz sowie den Mandeln einen wichtigen Teil unseres Immunsystems dar. Bedauerlicherweise stimmt die Funktionsdauer dieser Fabrik mit der Lebensdauer unseres Organismus nicht überein.

Warum und wie altert das Immunsystem?

Wenn wir in die Pubertät kommen, hat der Thymus bereits ausgelernt. Die Funktion des Organs lässt wesentlich nach und weist lediglich ein Zehntel der T-Zellen auf. Im Alter zwischen 40 und 50 Jahren sinkt die Zahl noch einmal, bis wir im fortgeschrittenen Alter deutlich weniger Abwehrsoldaten zur Verfügung haben, die uns gegen Krankheitserreger schützen können. Spätestens ab dem 60. Lebensjahr lässt die Leistungsfähigkeit der Immunabwehr nach. Es werden keine neuen T-Lymphozyten mehr produziert, was ältere Menschen für Viren und Infekte anfällig macht. Viele Infektionskrankheiten verlaufen bei ihnen schwerer und dauern länger, als in jungen Jahren. Lungenentzündungen, Gürtelrose oder Grippe sind unter betagten Menschen weit verbreitet und enden nicht selten mit einem Krankenhausaufenthalt oder nehmen sogar einen tödlichen Verlauf.

Neben dem sich zurückbildenden Thymus stellt die Kommunikation zwischen den T-Zellen ein Problem dar. Sie verläuft nämlich langsamer und reagiert schwächer auf bestimmte Botenstoffe. Außerdem werden weniger Antikörper gegen neue, für das Immunsystem noch unbekannte Erreger, als in jungen Jahren produziert.

Das biologische Alter ist entscheidend

Nichtsdestotrotz ist es möglich, bis ins hohe Alter gesund zu bleiben. Denn für unser Immunsystem sind nicht unsere Lebensjahre entscheidend, sondern viel mehr das biologische Alter. Das setzt sich aus kalendarischem Alter und körperlichen sowie seelischen Einflüssen zusammen. Beispiele dafür kennen wir alle genug: Ein Bekannter sieht älter aus, als er es in Wirklichkeit ist. „Das Leben hat bei ihm einen Eindruck hinterlassen“, denken wir uns dabei. Andersrum geht es aber auch: „Du hast dich aber gut gehalten“, sagen wir zu einer anderen bekannten Person, die jünger aussieht, als sie ist.

Für unser biologisches Alter ist vorrangig unser Lebensstil entscheidend: Rauchen, Alkohol, zu wenig Bewegung, zu viel Stress, einseitiges und zu fettiges Essen führen dazu, dass unser Immunsystem schneller altert. Mit ausgeglichenen Maßnahmen sind wir jedoch in der Lage, an der biologischen Uhr zu drehen und unser Immunsystem somit zu stärken.

Das Immunsystem im Alter stärken

Das Immunsystem im Alter kann auch mit gesunder Ernährung gestärkt werden.

Mit ganz einfachen Methoden und Empfehlungen kann das Immunsystem bis ins hohe Alter unterstützt werden. Viel Schlaf, Bewegung, vor allem an der frischen Luft und eine ausgewogene Ernährung sind das A und O für eine starke gesunde Abwehr. Darüber hinaus sollte man Stress weitgehend vermeiden.

Je älter man wird, desto mehr ist man auf die Zufuhr von wichtigen Mikronährstoffen von außen angewiesen. So brauchen vor allem ältere Menschen viel Vitamin D, weil ihr Körper diesen Stoff nicht mehr so schnell bilden kann, wie in jungen Jahren. Vitamin D wird am besten durch Magnesium aktiviert, dessen Zufuhr im Alter ebenfalls enorm wichtig ist. Aber auch andere Vitamine wie C, B und H sowie Spurenelemente wie Zink und Selen sind von entscheidender Bedeutung.

Diese einfachen Ratschläge sollten jedoch bereits in jungen Jahren beherzigt und umgesetzt werden. Solange unser Immunsystem noch aktiv ist, lässt es sich an ihr „schrauben“ und somit die Geschwindigkeit der biologischen Uhr verlangsamen. Unterstützen Sie also Ihre Abwehrkräfte durch den richtigen Lebensstil und die richtigen Nähstoffe – sie werden es Ihnen danken!

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