Mit dem Fahrrad für den guten Zweck: Anton Bellroths neue Europatour

Fahrradfahren ist gesund und macht Spaß. Die Sportart erfreut sich seit der Corona Pandemie einer großen Beliebtheit – nicht zuletzt bei älteren Menschen. Auch Anton Bellroth, 68, hat das Fahren auf einem Drahtesel nach seiner Pensionierung für sich entdeckt. Seitdem radelt er durch Europa und sammelt Spenden. Auf seiner aktuellen spannenden Westeuropatour, von Bingen am Rhein aus bis nach Gibraltar und wieder zurück, begleiten wir ihn.

Die Idee

„2013 habe ich meine erste Wandertour durch Südeuropa unternommen. Damals bin ich zu Fuß von Bingen am Rhein aus zum südlichsten Punkt Europas auf die griechische Insel Gavdos gelaufen. Kurz darauf wurde ich leider am Knie operiert, durfte das Kniegelenk nicht mehr belasten und habe nach Alternativen zum Wandern gesucht. So habe ich aus der Not heraus das Fahrradfahren entdeckt, was wunderbar funktioniert.“

Anton Bellroth

Die aktuelle Fahrradtour ist die vierte dieser Art. 2013 ging es zu Fuß Fuß von Bingen am Rhein aus zum südlichsten Punkt Europas auf die griechische Insel Gavdos. 2016 über Schweden bis zum Nordkap. 2018 radelte er über Dänemark und die Färöer-Inseln nach und rund um Island. Mit seinen Touren sammelt Anton Bellroth Spenden. Zum Beispiel für die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS). Dieses Jahr radelt er für die Kinderkrebshilfe Mainz.

Die Route:

Start in Bingen am Rhein, Trier, Luxemburg, Mons in Belgien.

Stationen in Frankreich; Dunkerque, Le Havre, Le Mont-Saint-Michel, La Rochelle, Bordeaux, Biarritz,

Stationen in Spanien: San Sebastian, Bilbao, Gijon, Santiago de Compostela.

Portugal: Porto, Lissabon, Sagres, Faro.

Stationen in Spanien: Huelva, Gibraltar (Großbritannien), Marabella, Malaga, Valencia, Tarragona

Pas de la Casa (Andorra).

Weitere Stationen: Montpellier, Avignon, Lyon, Nuits-Saint-Georges, Dijon, Venarey-les-Laumes in Frankreich.

Saarlouis, Bingen.

Bild: Google Maps



Vermonde unterstützt Anton Bellroth

Wir von der Vermonde GmbH unterstützen dieses großartige Vorhaben. Unsere Produkte, TurboForm und XenoVital, helfen Anton Bellroth auf seiner Tour. In unserem Interview von 2021 sagte er:

„TurboForm war der beste Begleiter während der schweren Etappen meiner Fahrradtour. Ich konnte Berge überqueren und ohne starke Ermüdungserscheinungen jedem Gletscher, Schnee und Wind begegnen.“

Anton Bellroth

Seitdem nennen wir Anton Bellroth „Turbo Toni“. Was er gerade erlebt und wo er sich befindet, können Sie jederzeit auf unserer Seite lesen. Wir sind seine Begleiter auf der Westeuropatour.


Von Tordesillas nach Gibraltar (1.200 km): Die letzte Bratwurst

Anton Bellroth besuchte eine kleine, politisch jedoch bedeutsame Stadt in Spanien: Tordesillas war einmal Bühne für die große Weltpolitik. Im Jahr 1494 unterzeichneten hier die Vertreter der Könige von Portugal und Kastilien den Vertrag von Tordesillas. Mit diesem wichtigen Papier teilten die Kolonialmächte Spanien und Portugal alle Eroberungen in der Neuen Welt unter sich auf. Dazu wurde eine imaginäre Linie westlich der Kapverdischen Inseln von Pol zu Pol gezogen: Alles, was westlich lag, soll spanisch sein. Alles, was östlich der Linie war, portugiesisch. So rückte de Ostspitze Lateinamerikas in den portugiesischen Einflussbereich. Aus diesem Grund spricht man in Brasilien Portugiesisch und kein Spanisch. Die Neue Welt kommt auf dieser Etappe noch einmal vor. Am Cabo de São Vicente, dem südlichsten Punkt Europas steht eine kleine Bude. Laut dem Inhaber gibt es hier die letzte Bratwurst vor Amerika. Für vier Euro kann man am Kap bei gigantischer Aussicht Original Nürnberger und Thüringer Wurstspezialitäten genießen. Für weitere zwei Euro bekommt man ein Zertifikat als eine kleine Erinnerung an den Kapbesuch. Unser „Turbo Toni“ lies sich beide Möglichkeiten nicht entgehen.


Von Miranda de Ebro nach Tordesillas (251 km): “Keine Google Maps-Karten mehr!”

In Burgos war es kalt. Trotz Ende Mai waren es nur noch 10 Grad, sagt uns Anton Bellroth. Die beeindruckende Kathedrale Santa Maria muss er sich in einer Fleecejacke und einer Weste anschauen. Auf dieser Etappe fährt er über zwei Berge. Vor jedem Anstieg nimmt er eine Trinkampulle TurboForm ein. Das Produkt hält den fast 68-jährigen gut in Form. Anton muss sich unterwegs salzhaltig ernähren, da er im Laufe des Tages durch das Schwitzen viel Flüssigkeit verliert. Salamiwurst und Pommes stehen aus diesem Grund ziemlich oft auf seinem Speiseplan.

Leider bleibt diese Etappe nicht ohne Pannen. Wegen eines Schlaglochs muss Anton eine Werkstatt aufsuchen. Die nächste ist 95 km weiter weg und leider gar nicht auf seiner Route. Er ändert die Etappe und fährt von Palencia nach Tordesillas. “Ich habe beschlossen, keine von Google Maps empfohlenen Radwege mehr zu nutzen. Stattdessen nehme ich Autostraßen mit dem Filter “Ohne Autobahn und Mautstraßen,” sagt uns “Turbo Toni”.


Von Irun bis Miranda de Ebro (168 km): Strände und Jakobsweg

Anton Bellroth ist in Spanien. Genau einen Monat hat er gebraucht, um von Bingen aus nach Spanien zu kommen. Der Strand von San Sebastian ist noch leer. Er entscheidet sich für den Jakobsweg, auf dem „einige Fahrradfahrer unterwegs“ sind, berichtet „Turbo-Toni“. 


Von Royan über Andorra nach Spanien (333 km): Hitze und zwei Bergüberquerungen

Beinahe jeder französische Ort empfängt unseren „Turbo Toni“ mit einer sehenswerten Kirche. In Vendays ist es Èglise Saint Seurin. Bei 32 Grad Hitze radelt Anton immer weiter. Sein Etappenziel ist diesmal die spanische Grenze. Die will er demnächst überqueren. Geschlafen wird im “Hotel Natur”, im Zelt, berichtet uns der 68-jährige.

Kurz vor Andorra muss Anton zwei Berge überqueren. An diesem Tag nimmt er TurboForm ein. Das Präparat hilft ihm, seine Leistung auf natürliche Weise zu steigern.


Von Soudan nach Royan (291 km): Die verpasste Fähre

“Turbo Toni” zeigt Leistung. Auf der Etappe fährt der 68-jährige knapp 60 km ohne Pause. In Bourg Chapon freut sich der Fahrradfahrer auf ein üppiges Essen. Wer seit einem Monat täglich bis zu 100 Kilometern mit dem Fahrrad fährt, darf sich ab und zu eine Bratwurst mit Pommes gönnen. „Außerdem verliere ich durch das Schwitzen viel Flüssigkeit und brauche deswegen Salz“, sagt Bellroth.

Die letzte Station auf dieser Etappe ist Royan. Die Stadt ist nur wenige Kilometer entfernt von den langen Sandstränden des Atlantiks. Die Häfen La Rochelle und Bordeaux sind auch nicht weit weg. Die strategisch wichtige Lage von Royan haben die deutschen Soldaten im 2. Weltkrieg erkannt und 1940 die Stadt in Besitz genommen. Viele Bunker wurden gebaut, um den Ort solange es nur geht unter deutscher Kontrolle zu behalten. Zahlreiche Bombardierungen der Alliierten haben Royan komplett zerstört.

Am wunderschönen Sandstrand ist von der Kriegsgeschichte nichts zu spüren. Hier muss unser “Turbo-Toni” zwei Stunden auf die nächste Fähre warten. Die letzte ist ihm vor der Nase weggefahren.


Von Rouen nach Soudan (319 km): Neues Fahrrad und wunderschöne Kirchen

Manchmal kann man seinem Schicksal nicht entkommen. Trotz zahlreicher Reparaturen taugt das Fahrrad nichts mehr. Eine Weiterfahrt ist mit dem alten Drahtesel nicht möglich. „Nach mehreren Pannen musste ich mich vom alten Rad trennen.“ Wir unterstützen Anton beim Kauf eines neuen Fahrrads. Die Westeuropatour sowie das Sammeln von Spenden für die Kinderkrebshilfe können weitergehen!

Auf dieser Etappe fährt „Turbo Toni“ an wunderschönen Kirchen vorbei: Èglise Saint-Etienne in La Meilleraye-de-Bretagne, La Meilleraye-de-Bretagne in Les Touches oder Église Saint-Pierre in Petit-Mars.

Das Wetter ist meistens durchwachsen. Als Anton einen Ausflug nach Le Mont-Saint-Michel unternimmt, ist es grau und windig. Das stört den rüstigen Rentner jedoch kaum: „Auch bei starkem Gegenwind bin ich bester Laune“, sagt er.


Von Dunkerque nach Rouen (256 km): Krämpfe und Bunkeranlagen

Anton Bellroth fährt an wunderschönen Orten vorbei. Seine Westeuropatour geht von Dunkerque weiter über die Hafenstadt Calais in Nordfrankreich. Sie befindet sich auf einer Insel, die von Kanälen umgeben ist. Der Hafen spielt eine wichtige Rolle für die Fährtfahrten zwischen Frankreich und England.

In Wimereux radelt „Turbo Toni“ an der Bunkerruine aus dem 2. Weltkrieg vorbei sowie dem Strand von Boulogne-sur-Mer. Um Dieppe herum wird es richtig ländlich: Weiden voller Pferde, Rinder und Kühe. Sogar brütende Schwäne sieht Anton Bellroth auf seiner Fahrradtour.

„Turbo Toni“ übernachtet fast jeden Tag in seinem Zelt, das er auf dem Fahrrad hängen hat. Leider sind die Nächte noch etwas kühl und er bekommt Krämpfe. Die nächsten anstehenden Übernachtungen sind deshalb in Hotels geplant, „mit heißen Handtüchern um die Oberschenkel“, meldet er uns von unterwegs.


Von Bingen nach Dunkerque (533 km): Sturz und Pannen

Am 19. April 2022 um 06:00 Uhr geht es los. Anton Bellroth sagt ein paar Worte zur geladenen Presse, steigt auf sein voll bepacktes Fahrrad (ohne Motor!) und radelt Richtung Trier. Dort in der Jugendherberge verbringt der “Turbo Toni” die erste Nacht seiner Westeuropa-Fahrradtour. Am nächsten Morgen fährt er über Luxemburg, Mons in Belgien nach Dunkerque (Dünkirchen).

Die erste Etappe verläuft am Anfang gut, bis “Turbo Toni” vom Fahrrad stürzt. Die rechte Hand ist dabei leicht geprellt. “Schuld daran waren die von Google Maps angezeigten Wege”, sagt Anton Bellroth. Auf sie wird er sich nicht mehr verlassen und seine weitere Tour anders planen.

Noch schlimmer sind jedoch zahlreiche Pannen unterwegs. Dreimal muss “Turbo Toni” eine Fahrradwerkstatt in Frankreich aufsuchen und sich dort mithilfe eines digitalen Übersetzungsprogramms verständigen. Viermal kann er das Rad ohne fremde Hilfe reparieren.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Mehr
Artikel

de_DEDeutsch